Fünf Patriarchen zu Friedenstreffen in Damaskus versammelt

Ein deutliches Zeichen

Die fünf Oberhäupter der großen Ostkirchen in Syrien und dem Libanon haben sich am Montag in Damaskus getroffen und ein Ende der Gewalt verlangt. Die jährliche Begegnung wurde bewusst in die vom Krieg gezeichnete syrische Hauptstadt verlegt.

Üblicherweise findet das Treffen im Libanon statt. Beteiligt an der Zusammenkunft waren die fünf Kirchenführer, die den Titel eines Patriarchen von Antiochen tragen. Dies sind der syrisch-orthodoxe Patriarch Ignatius Ephräm II. Karim, der syrisch-katholische Patriarch Ignatius Joseph III. Younan, der griechisch-orthodoxe Patriarch Johannes X. Yazigi, der melkitische griechisch-katholische Patriarch Gregoire III. Laham und der maronitische Patriarch und Kardinal Bechara Rai.

 

Ein Zeichen für den Frieden setzen

Rai sagte im Vorfeld, die Kirchenführer wollten "Ungerechtigkeit und den Tod des Weltgewissens" anprangern. Sie seien in Damaskus, um ein Ende der "Ungerechtigkeit" für die Bevölkerung zu verlangen und Frieden zu fordern. Die Patriarchen machten sich die Sache der Menschen in Syrien und im Irak wie auch in Palästina und im Jemen zu eigen, so Rai.

Laut dem vatikanischen Pressedienst Asianews war Rai am Sonntag bereits in der katholischen Antonius-Kathedrale in der Damaszener Altstadt mit dem päpstlichen Botschafter Erzbischof Mario Zenari zusammengetroffen. Dabei verwies der maronitische Patriarch auch auf Papst Franziskus, der keine Woche vergehen lasse, ohne zum Gebet um Frieden für Syrien aufzurufen.

Quelle: www.domradio.de