Was geht es mich/uns an - was kann ich/können wir tun?

Liebe Kanoniker, Ritter, Edle Damen, Ordensbrüder und -schwestern, Freunde und Förderer des "Ritterordens Christi vom Tempel zu Jerusalem", von allen Enden der Welt und besonders aus dem Nahen Osten und dem Heiligen Land erreichen uns alle Meldungen und Berichte über Grausamkeiten, Massaker und Kriegsverbrechen.

Besonders betroffen sind die Christen im Irak, in Syrien, aber auch in Nigeria, Sudan und Somalia. Die Medien berichten es täglich: Die radikalen Islamisten sind auf dem Vormarsch mit Massaker, Schändungen und Entführungen". Sie haben verschiedene Namen, aber ein Ziel. Ob IS/ISIL und AL KHAIDA im Irak und Syrien oder BOKO HARAM in Nigeria, die Gründung eines islamistischen Gottesstaates oder Kalifates mit allen Mitteln. Hunderte junge Mädchen werden aus ihren christlichen Schulen entführt, zwangsislamisiert und mit Zwangsheirat bedroht. Es könnten eure Töchter sein. Im Nordirak müssen die Christen aus Mossul fliehen, wo es sie schon seit dem 1. Jhd. gibt. Wer nicht zum Islam konvertiert wird hingerichtet. Alleine gestern 88 junge Männer die sich weigerten Moslem zu werden. Welch eine Glaubensstärke! Den Tod zu wählen statt seinen Glauben zu opfern! Im Westjordanland wo unsere AL MAHABA Klinik steht, wurden Hunderte unschuldige Palästinenser bei einer Massenrazzia misshandelt und viele in israelische Gefängnisse gesteckt. Und in Gaza starben 1.850 meist unschuldige palästinensische Kinder und Frauen. Viele Tausend sind verletzt und viele Kinder sind traumatisiert. Wie mir der Pfarrer aus Gaza berichtet, ist die Kirche und manche Moschee nur noch ein Trümmerhaufen. Auch nach Syrien dringen die ISIS-Kämpfer aus dem Irak weiter vor. Zusammen mit Islamisten, Salafisten (auch aus Deutschland) und Al Khaida Kämpfer werden ganze Ortschaften erobert und das islamische Recht eingeführt. Christen, Aleviten und Drusen, die noch nicht geflohen sind, werden geköpft und als Trophäen präsentiert. Derweil macht unsere westliche, überwiegend von einem lauen Christentum befallenene Bevölkerung ihren Urlaub an Sonne und Meer, z.T. in Ländern wo es keine Religionsfreiheit für Christen gibt. Andere bemühen sich mit allen Kräften ihren Wohlstand zu mehren und vergessen dabei, dass sie einmal nichts werden mitnehmen koennen weil sie ihr Seelenheil vernachlässigt haben. Als christliche Templer müssen und sollen wir uns, gerade in diesen schlimmen Wochen an unser Gelübde und Eid erinnern, den wir vor Gott und den Mitbrüdern abgelegt haben. Ja, wir haben Hilfe den Armen und Kranken sowie den Christen im Heiligen Land gelobt. Jeder möge überlegen, ob er das Ernst nimmt oder ob er nicht mehr tun könnte, ohne dafür viel Liebgewonnenes aufgeben zu müssen. Glaubt ihr noch, dass ihr euren wahren Lohn am Ende eurer Tage erhalten werdet ? Wir werden bei unserem Ordenskapitel am 3./4. Oktober in der Nikolai-Stadtkirche in Wettin mit Patriarch Gregorios III., der aus Syrien zu uns kommt, den Gottesdienst ab 10.30 Uhr feiern. Neue Ritter werden ihr Gelöbnis ablegen und das Ordenskleid erhalten. Und wir werden nach dem Mittagessen im Sattelhof mit der palästinensischen Botschafterin in Berlin, Frau Dr. K. Daibes, dem Patriarchen und Augenzeugen über die Situation und unsere Hilfe im Heiligen Land und dem Nahen Osten beraten. Allen, die kommen aus Deutschland, Italien, Polen, Österreich, der Schweiz und Syrien grüße ich von ganzen Herzen und in der Liebe Christi.
Euer Fra Werner Rind, EMC
General-Großprior OMCTH