Fastenbrief des Patriarchen 2013

Brief zur Fastenzeit 2013 Solidarität im Glauben und in der Nächstenliebe

„Kommt, ihr Gläubigen! Lasst uns die Werke Gottes im Licht tun!“ (Freitagsvesper, Erste Woche) „Brüder! Lasst uns nicht nur mit dem Leib, sondern auch im Geiste fasten.“ (Mittwochsvesper, Erste Woche) Durch diese und viele ähnliche Worte, die Stimme und Worte unserer heiligen Väter, mahnt uns unsere Mutterkirche und lädt uns ein, die heilige Tugend des Fastens zu üben, die der Frühling der Seele ist.

Und  ich  richte  an  alle  Söhne  und  Töchter  unserer  Melkitisch-Griechischen  katholischen Kirche,  an  die  Priester  und  die  Gläubigen,  diesen  Fasten-Brief,  heute  mit  dem  Titel „Solidarität im Glauben und in der Nächstenliebe“.

Angesichts der aktuellen Katastrophen in unseren arabischen Ländern brauchen wir die Solidarität ganz besonders, die der heilige Paulus wie folgt in Worte gefasst hat: „Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle anderen mit ihm“. (1 Kor 12,26)

Heute leiden die Glieder dieses einen Leibes, nämlich die ganze Kirche oder weite Teile von ihr. Glieder unseres Heimatlandes leiden! Unsere Familien leiden.

Deshalb sind wir alle in den Gottesdiensten der Fastenzeit zur Solidarität aufgerufen, an denen wir lesen:

„Jene, die den Armen Mitgefühl schenken, ergeben sich dem Erlöser mit erwachtem Verständnis, wie es geschrieben steht. Welch unbeschreibliche Freude! Denn Gott schenkt ihnen für die Ewigkeit eine reiche Vergeltung ihrer Almosen.“ (Meatfare Tuesday1)

„Durch das Fasten wollen wir alle den Berg tugendhaften Handelns besteigen und den sinnlichen Versuchungen entsagen, die um unsere Beine herumstreichen. Lasst uns in die Dunkelheit heiliger Visionen eintreten; durch das göttliche und mystische Aufsteigen wollen wir Gott gleich werden und auf unseren geliebten Christus in seiner Schönheit schauen.“ (Dienstag der ersten Fastenwoche, Matutin, Lobgesang 2)

„Während wir mit dem Leib fasten, Brüder, wollen wir auch im Geiste fasten. Lasst uns jede Fessel des Frevels abstreifen; lasst uns die Knoten lösen all der mit Gewalt geschlossenen Vereinbarungen; lasst uns alle ungerechten Vereinbarungen auflösen; lasst uns den Hungrigen Brot geben und in unserem Haus die Armen willkommen heißen, die kein Dach haben, das sie bedecken könnte, damit wir von Christus, unserem Gott, großes Erbarmen erlangen.“ (Mittwoch der ersten Fastenwoche: Vesper Stichira, Ton 8)

Die Situation in den Eparchien

Die aktuelle Situation in Syrien hat den Rahmen begrenzter Hilfe gesprengt. Ich möchte nun die tragische Situation unserer syrischen Eparchien schildern. Wir müssen darüber informiert werden, sowohl innerhalb unserer Kirche als auch in der arabischen Welt und in Auswanderungsländern.

Die Nachrichten, die Sie über die Medien erreichen, vermögen es nicht, die katastrophale Situation angemessen auszudrücken, die die Bürger und speziell unsere Pfarreimitglieder in den Eparchien Homs, Lattakieh, Safita und Marmarita (im „Tal der Christen“2 mit seinen 143 Dörfern), in Aleppo, im Hauran und in Damaskus ertragen müssen.

Viele unserer Gläubigen sind entführt worden und mussten hohe Lösegeldsummen zahlen, um wieder frei zu kommen. Hundert unserer Gläubigen wurden getötet, sie wurden zu Märtyrern, und tausend Christen aus allen christlichen Gemeinschaften.

Zwanzig Kirchen wurden zerstört, beschädigt, verwüstet und sich selbst überlassen in den oben genannten Regionen, dort kann die Heilige Liturgie nicht mehr gefeiert werden. Die Gläubigen haben sie verlassen, die Priester sind gegangen, da sie sich zu diesen Kirchen nicht mehr Zugang verschaffen können, und die Pfarreien können seit mindestens einem Jahr keine Gottesdienste mehr abhalten.

Hinzuzählen sollten wir auch alle Vertriebenen. Es heißt, es gebe zwei Millionen von ihnen. Es gibt sie überall. Sie zahlen überhöhte Mieten und finden keine Arbeit. Sie haben ihre Wohnungen und Häuser, ihre Arbeitsplätze, ihre Fabriken, Läden und Erwerbsquellen verloren...

Außerdem gibt es Menschen, die arm geworden sind durch die Wirtschaftskrise, die durch die Reduzierung der Einkommen und durch Preiserhöhungen verursacht wurde... Außerdem haben viele unserer Gläubigen Syrien verlassen, sie sind in Nachbarländer, nach Europa und in die USA gegangen.

Das ist lediglich eine schwache Beschreibung der Situation unserer Pfarreien. Hinzugefügt sei die Situation unserer Schüler, die nur unter großen Schwierigkeiten weiterhin die Schule besuchen können aufgrund der Gefahren, die rund um die Schulgebäude lauern. Einige Schulen sind geschlossen oder an sicherere Orte verlegt worden, die für den Unterricht aber weniger geeignet sind, einschließlich unserer neuen Schule in Damaskus (in Mleiha an der Straße zum Flughafen) mit ihren 2200 Schülern, die wir an unsere alte Patriarchenschule auf dem Gelände der Kathedrale gebracht haben.

Die Menschen in unseren Pfarreien werden übermannt von Zweifel, Furcht, dunklen Vorahnungen, Ungewissheit, Niedergeschlagenheit, Verzweiflung...dem Verlust des Ehemannes, der Mutter, der Tochter, eines Verwandten, Freundes, eines Entführten oder Vertriebenen...

In den folgenden Regionen und Gebieten kam es zu Zerstörungen, bzw. sie  wurden mehr oder weniger verwüstet:

-  Eparchie von Homs: das Bischofshaus, die meisten Kirchen und kirchlichen Institutionen in den Städten Homs, Qusair, Dmeineh Sharqieh, Rableh, das St. Elijah Sanctuary, Jousi, Yabroud, Krak des Chevaliers, das Tal der Christen.

-  Eparchie von Aleppo: das Bischofshaus, Kirchen, Institutionen, der (christliche) Salibi-Distrikt.

-  Damaskus und Umgebung: Zabadani, Harasta, Daraya (meine Heimatstadt), Douma, Ain Terma, Qassaa (in Damaskus) und andere Örtlichkeiten.

Die Kirchen helfen

Alle Kirchen sind aufgerufen worden, den Bürgern zu Hilfe zu kommen, einschließlich unseren eigenen Pfarreimitgliedern. Wir haben an jede Tür geklopft, vor Ort, im Osten und Westen, überall, um die nötigen Mittel zusammenzubekommen, um unseren Dienst und unsere Pflicht an den Gläubigen fortsetzen zu können, und ebenso an all jenen, die sich an uns wenden, ohne zwischen muslimischer oder christlicher Religionszugehörigkeit zu unterscheiden. Wir danken für jede Hilfe!

Wir wissen nicht, wie wir fähig sein sollen, unsere verschiedenen Hilfsprogramme fortzuführen: Equipment, Nahrung, Heizung, Miete, Schulgebühren, Medikamente etc.

Wir schreiben diesen Brief zu Beginn der Großen Fastenzeit, um einige Aspekte der Tragödie unseres Heimatlandes und insbesondere unserer Pfarrgemeinden zu beleuchten, und um den Söhnen und Töchtern unserer Melkitisch-Griechischen katholischen Kirche auf der ganzen Welt diese Tragödie bewusst zu machen und sie zu befähigen, unser Anliegen und diese schwere Verantwortung mit uns zu teilen, die auf uns liegt als Patriarch und auf unseren Brüdern, besonders den Seelsorgern in unseren syrischen Eparchien.

Aufruf zur Solidarität

Zum Weihnachtsfest 2012 haben wir einen Aufruf zur Solidarität verfasst, von dem ich hier die wichtigsten Teile zitieren möchte:

Nun, da das Weihnachtsfest näherrückt, wende ich mich angesichts der gegenwärtigen Situation unserer Gläubigen in Syrien an meine Mitbrüder im Bischofsamt in unseren Eparchien in arabischen Ländern und weltweit, an unsere Ordensmänner und Ordensfrauen, Priester, Mönche und Nonnen, und an alle Laien, besonders Geschäftsmänner und Geschäftsfrauen, die auf verschiedenen Ebenen weltweit Beziehungen pflegen!

Ich rufe sie auf, sich mit unseren Gläubigen in Syrien solidarisch zu zeigen und uns zu helfen, die unmittelbaren, dringenden Bedürfnisse zu erfüllen, besonders die der Binnenflüchtlinge in unserem Land.

Wir sollten auch an die Zukunft denken, in der wir mit noch ernsteren Problemen werden zurechtkommen müssen, wie z.B.

mit dem Wiederaufbau oder der Reparatur von Schäden an unseren Kirchen (besonders in der Eparchie von Homs)

mit dem Wiederaufbau oder der Reparatur von Schäden an vielen Institutionen, Pfarrhäusern, Altenheimen etc.

mit dem Wiederaufbau oder der Reparatur der Wohnungen und Häuser von tausenden unserer Gläubigen in Zusammenarbeit mit dem Staat und anderen Organisationen

mit Problemen wie Mietkosten, Kosten für schulische Erziehung und Gesundheitsvorsorge.

Sie können uns helfen durch Spenden, Ihren Rat, durch Ihre Fürsprache gegenüber Menschen, die helfen können, durch NGOs3, Vereinigungen, Institutionen etc....

Ihre Hilfe ist wertvoll! Ihre Solidarität ist lebenswichtig! Wir setzen großes Vertrauen in Sie! Helfen Sie uns, unseren Christen in ihrem Land, Heimatland und ihren Häusern, in diesem Land, das mit Recht die Wiege des Christentums genannt wird, zu helfen und zu dienen, sie zu trösten und zu unterstützen.

Solidaritätskomitee

Wir haben es für nötig erachtet, in Syrien ein zentrales Solidaritätskomitee zu bilden, das unter unserer Schirmherrschaft steht. Das Komitee sollte den Inhalt dieses Appells veranlassen. Wir schlagen vor, dass solche Komitees u.a. auch im Libanon, in Ägypten und Jordanien gegründet werden, und auch in den Eparchien der Ausdehnung, und auch in unseren Pfarreien in Westeuropa.

Wir hoffen, dass unsere Brüder im Bischofsamt uns dabei helfen werden und dass sie Geschäftsleute und Menschen mit weltweitem Einfluss und weltweiten Beziehungen als Mitglieder lokaler Komitees vorschlagen werden.

So hoffen wir, gut und zweckmäßig vorbereitet zu sein, um mit künftigen Herausforderungen, die sich unseren Gläubigen und unserer christlichen Präsenz stellen werden, umgehen zu können.

Solidarität: ein Akt des Glaubens

Solidarität findet ihre Quelle in dem Glauben, dass wir eine Kirche, ein Leib, eine christliche Familie, ein einziges Heimatland sind. Glaube äußert sich in guten Werken, besonders durch tätige Nächstenliebe an den Bedürftigen. Die Bedürftigen sind die Kinder unserer Kirche.

Der heilige Vater Papst Benedict ruft uns in seinem Fasten-Brief, mit dem titel “Der Glaube an die Liebe weckt Liebe”: “Wir haben die Liebe erkannt, die Gott zu uns hat, und ihr geglaubt“ (1 Joh 4,16). Ein Glaube ohne Werke ist wie ein Baum, der keine früchte trägt . Die Fastenzeit fordert uns in der Nächstenliebe, in der Liebe zu Gott und zum Nächsten zu wachsen, auch durch die konkrete Übung des Fastens, der Buße und des Almosengebens.

Heute brauchen wir Solidarität mehr denn je: daher unser Appell an alle Christen des Nahen Ostens, in allen Ländern und aus allen Konfessionen. Wir müssen uns einen und solidarisch sein, um mit den Herausforderungen der heutigen Lebenssituationen unserer Söhne und Töchter fertig werden zu können, und um die christliche Präsenz zu bewahren, und um mit Auswanderung umzugehen und mit einem Programm, das den christlichen Osten frei von arabischen Christen machen soll.

Das große Problem heißt heute „sein oder nicht sein“! Unser Appell, ein Solidaritätskomitee zu bilden in unseren Eparchien in arabischen Ländern ist ein Thema, das eng mit der Zukunft von Christen im Nahen Osten verknüpft ist: es geht um Leben und Tod!

Wir sind fest entschlossen, optimistisch zu sein! Unsere Solidarität überall ist das wahre Heilmittel gegen Pessimismus, Furcht, Entmutigung, Frustration, Verzweiflung, Zweifel... Solidarität ist das, womit wir wahrhaft beweisen können, dass wir eine „starke, innerlich verbundene Kirche“ sind, die fähig ist, mit Schwierigkeiten zurechtzukommen, wie groß sie auch sein mögen, weil sie im Glauben und in der Barmherzigkeit geschult ist, und im Glauben an die Göttliche Vorsehung, die uns versichert: „Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden.“ (Lk 21,18)

Die Erfahrung des Hl. Paulus

Der Hl. Paulus erfuhr viele dramatische Situationen ähnlich denen, die wir in Syrien erleben. Und vielleicht noch mehr in der Art, die er in seiner Briefen beschrieben hat. Trotzdem blied er standfest in seiner überzeugung, gegründet auf seinem Glauben an die Bibel und in seiner Liebe zu Jesus, wie wir in diesem Abschnitt lesen:

GOTT, der dem Licht befielt aus der Dunkelheit zu scheinen, scheint in unsere Herzen, um das Licht um das Wissen von GOTTES Glorie im Antlitz von Jesus zu spiegeln. Aber wir haben diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit deutlich ist, dass diese überirdische Kraft von GOTT ist und nicht von uns. Wir sind von allen Seiten von Schwierigkeiten umkreist, aber dennoch unerschtterlich. Wir sind verwirrt, aber nicht verzweifelt, verfolgt, aber nicht verlassen,  niedergeworfen,  aber  nicht  zerstört.  Indem  wir  immerzu  das  Sterben  unseres Herren in uns fühlen, wird es möglich sein, dass sich ebenso die Lebendigkeit, das Leben, von Jesus manifestiert. Denn wir, die wir leben, sind immerzu dem Tod ausgeliefert um Jesu willen, damit ebenso das Leben von Jesus sich in unserem sterblichen Fleisch und Blut manifestieren möge. (2 Korinther 4: 6-11)

Lasst uns in Kontakt bleiben!

Brüder und Schwestern!

Dazu rufe ich euch zu Beginn dieser Fastenzeit auf. Wir werden euch durch unsere Webseite und auf anderen Wegen darüber informieren, wie wir mit der Bildung des zentralen Solidaritätskomitees vorankommen. Denn das Komitee wird die Lebensader unserer Gegenwart, unseres Zeugnisses, unserer Gemeinschaft und unseres Dienstes in diesem Land des Nahen Ostens, der Wiege der Christenheit, sein.

Solidarität für Gemeinschaft und Zeugnis

Durch diesen Brief rufen wir jeden und jede an allen denkbaren Orten dazu auf, Mittel und Wege zu finden, um es mit den Herausforderungen aufnehmen zu können. Wir appellieren auch an unsere muslimischen Brüder, uns in unseren Bemühungen zu unterstützen, die christliche Präsenz bei ihnen und für sie selbst zu bewahren. Sie wissen wohl, wie wichtig und wirksam diese christliche Präsenz in der Geschichte der arabischen Welt auf all ihren Ebenen war und ist.

Sie wissen, wie sehr unsere Institutionen im Bereich der Erziehung, der Kultur, der Gesundheitsvorsorge, der Religion, der Gesellschaft und des Intellekts im Dienst an allen Bürgern ohne Unterschied stehen. All dies könnte verschwinden, wenn die christliche Präsenz aus dieser Region verschwinden sollte.

Die christliche Solidarität sollte dann eine muslimisch-christliche Solidarität sein, da das Ziel darin besteht, unserer Gesellschaft zu dienen, d.h. unseren arabischen Heimatländern ohne Unterschied, wie es in der Geschichte der Fall gewesen ist. Wir Muslime und Christen sollten für eine bessere Zukunft solidarisch sein zugunsten unserer jungen Generationen.

Von den frühen Christen besonders in Antiochia, wo sie zuerst Christen genannt wurden, heißt es: „Seht, wie sie einander lieben!“ Dieses Zeugnis brauchen wir heute. Diese Liebe ist wahrhaft die treibende Kraft für die Kirche im Nahen Osten, denn so kann sie „Gemeinschaft und Zeugnis“ sein.

Dies jedenfalls war das Thema des Nachsynodalen Apostolischen Schreibens und der Schlussdokumente der Synode für den Nahen Osten, die im Oktober 2010, kurz vor dem Ausbruch der Krisen im Nahen Osten, in Rom abgehalten wurde.

Seid Wachsam und wandelt in der Liebe

Liebe Freunde! Ich möchte euch an meinen Leitspruch als Patriarch und als Priester erinnern: „Seid Wachsam und wandelt in der liebe“ (Efh 5,2). Nun sind wir alle aufgerufen, diesen patriarchalen Leitspruch zum Leitspruch unserer Melkitisch-Griechischen katholischen Kirche zu machen. Die Schrift sagt uns: „Der Glaube ist unser Sieg.“ (1 Joh 5,4) Ich füge hinzu: Die Liebe ist unser Sieg.

Das ist mein Appell zu Beginn dieser heiligen Großen Fastenzeit, ein Appell auf unserem beschwerlichen Weg, dem Kreuzweg unseres Landes Syrien und unserer arabischen Länder, das Kreuz unserer Gläubigen, hin zu den Freuden und Hoffnungen der Auferstehung, des Frühlings der Auferstehung.

Zum Schluss rufen wir euch alle wie üblich dazu auf, euch zu üben im Fasten, in der Abstinenz, im Gebet, in der Selbstverleugnung, in der Askese, in guten Werken, und zu wachsen in Tugend, Mitgefühl, Vergebung, Standhaftigkeit und Liebe.

Solidarität in den Fastengebeten

Noch einmal wollen wir die Stimme unserer heiligen Väter hören, die Stimme der Frömmigkeit, des Glaubens, der Hoffnung und der Nächstenliebe:

„Lasst uns die allgeheiligte Zeit der Abstinenz freudig beginnen; und lasst uns strahlen im weiten Schein der heiligen Gebote Christi, unseres Gottes, mit dem Glanz der Liebe und der Herrlichkeit des Gebetes, mit der Reinheit der Heiligkeit und der Stärke guten Mutes. Lasst uns somit im Gewand des Lichtes eiligen Schrittes zur Heiligen Auferstehung am dritten Tage eilen, die mit der Herrlichkeit des ewigen Lebens die Welt bescheint.“ (Montag der ersten Fastenwoche: Lobgesang Ton 2).

 

Ich wünsche einem jeden und euch allen eine gesegnete Fastenzeit!

 

Ich segne euch und bin euch in Zuneigung und im

Gebet verbunden!

Gregorios III

 

Patriarch von Antiochien und dem ganzen Orient, von Alexandrien und Jerusalem

 

 

1     Gebet am Dienstag in der Meatfare Week, also jener Fastenwoche, in der die Gläubigen kein Fleisch mehr essen dürfen. (Anm. d. Übers.)

2 arabisch: Wadi Al‐Nasarah (d. Übers.)

3 dt.: Nicht‐Regierungsorganisationen (d. Übers.)