Generalkapitel 2012 in Trier

Mit internationaler und nationaler Rekordbeteiligung fand vom 4. - 7. Oktober 2012 unser Generalkapitel statt.

Das italienische und belgische Priorat traf sich am 4.10. mit dem General Commandeur Fra Werner Rind zu getrennten Sitzung. Erfreulicherweise hat das belgische Priorat seinen Beitritt zu unserer Internationalen OMCTH-Föderation als  beschlossen und unsere "CHARTA 2000" unterschrieben. Damit gehören nun neun Länder mit ihren Prioraten zum Patriarchalischen Christlich-Ökumenischen OMCTH. Zu Beginn der Kapitelsitzung am 5.10. begrüßte der General Commandeur den geistlichen Ordensprotektor, Seine Seligkeit Patriarch Gregorios III., unseren Royal Protector und Großoffizier, SKH Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate, Ordenskaplan P. Dr. Gregor Hohmann, Archimandrit und Nationaler Sekretär des päpstlichen Hilfswerkes "Catholica Unio" sowie die Großpriore, Priore und Commandeure aus Belgien, Italien, Frankreich, Österreich und der Schweiz. S.S. Patriarch Gregorios III. berichtete ausführlich von der Nahost-Synode mit Papst Benedikt XVI. im Libanon. Sodann schilderte er die Bürgerkriegslage in Syrien wo er in Damaskus seinen Hauptsitz als Patriarch von Antiochien als Nachfolger des Apostels Petrus hat. Er schilderte die teilweise dramatische Lage der Flüchtlinge und bedankte sich für die spontane Spende des Ordens für das von ihm gegründete Hilfswerk zur Versorgung und Unterbringung von Flüchtlingen. Er wies darauf hin, dass in Syrien über eine Million Christen leben, die bisher bei völliger Religionsfreiheit ihren Glauben leben konnten, ein Novum in den arabischen Staaten. Die Christen sind in großer Sorge, wie es ihnen nach einer islamistischen Revolution ergeht. - BYZANTINISCHER GOTTESDIENST MIT INVESTITUR - Am frühen Abend feierte der Patriarch in der Trierer Marktkirche St. Gangolf die "Göttliche Liturgie" im byzantinischen Ritus, assistiert von Archimandrit Gregor Hohmann und Erzdiakon Nikolai. Im Beisein des Trierer Domkapitulars, Prälat Dr. Wilhelm Ehlen, fand dann die Knappenaufnahme und Investitur neuer Ordensritter aus Deutschland, Belgien und Italien statt. Von den jeweiligen Großprioren ihrer Länder und von S.K.H. Prinz Asserate erhielten acht Männer den Ritterschlag und legten ihr Gelübde ab. Sodann segnete und überreichte der Patriarch ihre Ordenskreuze. Sodann folgte mit Psalmgebet nach altem Ritus die Einkleidung mit dem weißen Ordensmantel und dem roten Tatzenkreuz. An diesen feierlichen Höhepunkt des Generalkapitels schloss sich ein festliches Dinner im Tagungshotel an. General- Commandeur u. Großprior ernannte einige Obr. zu Großoffizieren und überreichte Urkunden und Insignien. Eine besondere hohe Ehrung erhielt der Magistrale Generalsekretaer Obr. Dr. Geo Mary. Er erhielt Insignien, Schärpe und Urkunde anlässlich seiner Beförderung zum Großkreuz-Ritter (Eques Magnae Crucis),  Am 6.10. wurde das Ordenskapitel fortgesetzt. Jeder erhielt ein Pilgergebetbuch mit Liedern und Gebeten zum täglichen Gebrauch. Es wurden Fragen der internationalen Zusammenarbeit, der Arbeit in den Komtureien und mit den Novizen besprochen. Der General Commandeur berichtete über Gespräche mit dem Patriarchalvikar in Jerusalem über ein Kinder- u. Jugendprojekt im ehemaligen Priesterseminar von Bethlehem. Auf seinen Vorschlag hin erklärte sich Obr. Marc Wenn bereit, das Amt des Zeremonienmeisters zu übernehmen. Dann verabschiedete sich der Patriarch und flog nach Rom zur Teilnahme an der Bischofssynode. Nach Besichtigungen der Trierer Sehenswürdigkeiten fand am Abend ein Gottesdienst in Liebfrauen, der Nebenkirche des Trierer Domes statt. Domkapitular Pfarrer Wilhelm Ehlen stellte den zahlreichen Gläubigen bei seiner Begrüßung der Ordensmitglieder die Arbeit des OMCTH in kurzen Worten vor. Zum Ende des Gottesdienstes fand dann eine Novizenaufnahme statt. Zum Abschluss des Generalkapitels besuchten wir am Sonntag, dem 7.10. die Basilika-Aula des röm. Kaisers Konstantin und nahmen an einem evangelischen Gottesdienst teil. Das Generalkapitel bot Gelegenheit zum Kennenlernen über Komturei- u. nationale Grenzen hinweg. Tägliche Gottesdienste boten Raum für Spiritualität. Die Anwesenheit des Patriarchen aus dem Heiligen Land und SKH Prinz Asfa-Wossen Asserate boten hautnahe und bleibende Erlebnisse mit unseren Protektoren und Schutzherren.