Generalkapitel 2009 in Witten

Das Generalkapitel 2009 in Witten hat alle begeistert. Ein gelungenes Benefizkonzert und ein wahrhaft "himmlischer" Gottesdienst mit Investitur-Feier.

Das Patriarchat von Jerusalem, der Generalprälat aus Barcelona, der kaiserliche Protektor und Delegierte aus sechs Ländern waren gekommen - drei Männer, zwei Geistliche und ein Erzbischof wurden Ordensritter oder Ordensgeistliche des OMCTH. Ordensritter und Ordensdamen aus Deutschland, Italien, Israel, Österreich, Spanien und der Schweiz sowie der Generalvikar des Patriarchen in Jerusalem, S.E. Archimandrit Joseph Saghbini und S.K.H. Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate, kaiserlich-königlicher Protektor des OMCTH aus dem äthiopischen Kaiserhaus waren zum bisher größten Generalkapitel des OMCTH angereist.

Vor der Kirche

 In verschiedenen Sitzungen der nationalen und internationalen Kapitelteilnehmer sowie der Ordensregierung unter Leitung des General-Großpriors und General-Commandeurs Fra Werner Rind wurden Fragen der Organisation, der gemeinsamen Projekte sowie die Arbeit in den Komtureien erörtert. Die Ordensregierung kündigte juristische Schritte gegen die Verbreitung unwahrer Behauptungen über den OMCTH / OSMTH e.V. an.


Feierliche Vespern und Sitzungen des Ordenskapitel

Feierliche Vespern im Karmelittinen-Kloster mit Pfarrer Reinhard Edeler und in der Kapelle der Vinzenzschwestern mit Pfarrer Andreas Penski prägten die Freitag- und Samstagnachmittage.
Vesper

Dazwischen tagte der Großpriorale Rat sowie das nationale und internationale Generalkapitel unter der Leitung des General-Großpriors und General-Großkomturs. Es wurden Fragen der Organisation, der Arbeit in den Komtureien sowie gemeinsame mildtätige und medizinische Projekte besprochen. Um wirkungsvoller gegen die Verbreitung unrichtiger Behauptungen vorgehen zu können, wurden juristische Maßnahmen gegen die Urheber angekündigt. Die neuen Ordens-Flyer wurden allgemein als gelungen gelobt.
Sitzung 1

  
mit Generalvikar


Beim Benefizkonzert für Bereket wurden 1.500 Euro gespendet

Unter der Schirmherrschaft unseres "Royal Protectors", Seine Kaiserliche Hoheit Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate, fand am Samstagabend ein Benefizkonzert für die Operation des äthiopischen Mädchens Bereket in der Marienkirche von Witten statt. Unter Leitung von Kantor und Organist Obr. Christian Vorbeck und Mitwirkung des Essener Bläserquintett St. Marien wurden unter anderem Werke von Gabrieli, Johann-Sebastian Bach und Friedrich Händel aufgeführt.
 
Bläser

 Nach dem Konzert signiertet Prinz Dr. Asserate 50 seiner Bücher "Ein Prinz aus dem Hause David". Auch der Reinerlös aus dem Buchverkauf kommt der Operation von Bereket zugute.

Prinz


Festgottesdienst mit Investitur, Novizenaufnahme und Knappenweihe

Mit Standarte, Kreuz und Zeremonienschwert zog am Sonntagmorgen eine beeindruckende Prozession über den Marienplatz zu Marienkirche. Hinter den Postulanten, Novizen und Knappen folgten die Ordensritter und Ordensdamen, gefolgt von den Würdenträgern der ausländischen Priorate und der deutschen Ordensregierung. Den Abschluss bildete die farbenprächtige Geistlichkeit.

Prozession


In der festlichen geschmückten Kirche versammelten sich neun Geistliche  um den Altar, davon sieben Kleriker des OMCTH. Neben dem päpstlichen Generalprälaten aus Barcelona als Hauptzelebrant, feierte Archimandrit Joseph Saghbini vom Patriarchat in Jerusalem, der Paderborner Diözesanvorsitzende des "Deutschen Vereins vom Heiligen Land", Pfarrer Dr. Aloys Butzkamm, Pfarrer Reinhard Edeler, und Diakon Dr. Kyrill M. Hubertus den katholischen Festgottesdienst. Ferner anwesend waren Seine Eminenz Erzbischof Kyr Petro und Erzdiakon Obr. Nikolai Wiese von der ukrainisch-orthodoxen Kirche, Pfarrer Andreas Penski, evangelischer Ordenskaplan in Berlin und Diakon Paul Fischer aus Witten. Die Predigt hielt der Jerusalemer Generalvikar des Patriarchen, Archimandrit Joseph Saghbini, der eindringlich die Nöte der Christen im  Heiligen Land schilderte. Für das Heilige Land war auch die Kollekte bestimmt, die rund 650 Euro erbrachte. Der Templerorden übergab weitere 2.000 Euro für soziale und medizinische Projekte des Patriarchates im Heiligen Land.

Geistlichkeit

 Assistiert vom Zeremoniar und Großkanzler nahm der General-Großprior mit Ursula Zimbran, Thorsten Kügler und Simon Lukassek drei neue Novizen in den Orden auf.

Knappen

 Obr. Olaf von der Horst erhielt sodann die Knappenweihe, die Obr. Heinrich Eschenbach, Lars Lindegard und Peter Schmidt erhielten den Ritterschlag.

Ritter

Nach ihrem Gelübde erhielten sie vom Archimandrit das Ordens-Halskreuz und wurden vom Generalprälaten mit dem weißen Ordensmantel bekleidet. Ohne militärische Zeremonie, entsprechend ihrem geistlichen Amt, legten dann Seine Eminenz Erzbischof Kyr Petro, Pfarrer Reinhard Edeler und Diakon Dr. Kyrill M. Hubertus ihr Gelübde ab und erhielten die weiße Ordensmozetta bzw. ein Ordenskreuz.

Pfarrer Edeler

Der festliche Rahmen wurde musikalisch hervorgehoben durch das Bläserensemble und die Choralschola St. Marien sowie die Sopranistin Barbara Vorbeck, die alle unter der Leitung von Kantor Obr. Christian Vorbeck eine hervorragende Leistung erbrachten. Der gesungene Ordens-Wahlspruch "Non nobis domine..." durch Barbara Vorbeck hat uns in ergreifender Weise erneut an unseren selbstlosen Dienst erinnert.

Beim anschließenden Empfang dankte der Generalprior dem italienischen Prior Balilla Tontini und überreichte ihm ein Ordens-Standkreuz und einen Ordenswimpel. Ein Empfang im Pfarrhaus des neuen Ordenskaplan Pfarrer Reinhard Edeler beendete ein wunderbares und brüderliches Generalkapitel.

Pfarrhaus


Ehrenkreuz von Jerusalem für Benito Boari, EMC

Eine besondere und seltene Auszeichnung überreichte beim Generalkapitel des OMCTH in Witten der patriarchalische Generalvikar von Jerusalem, Archimandrit Joseph Saghbini, unserem Schweizer Commandeur und Großkreuzritter Fra Benito Boari. Er erhielt das "Ehrenkreuz von Jerusalem am Band" für seine jahrelange großzügige Unterstützung der sozialen und medizinischen Einrichtungen im Heiligen Land. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Fra Benito Boari das ihm bereits im Jahre 2008 verliehene "Ehrenkreuz von Jerusalem" erst jetzt in Empfang nehmen. In ihren Laudatien würdigten der General-Großprior Fra Werner Rind und Archimandrit Joseph Saghbini das überragende Engagement von Fra Benito Boari für das Heilige Land und das Patriarchat in Jerusalem.

Benito

Wir wünschen dem ehemaligen Denkmalpfleger und Dombaumeister von St. Gallen noch viele schöne Jahre bei bester Gesundheit.


Text: Werner Rind